Bonifatius

 

Die Bonifatius-Route

Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, der im Jahre 754 den Leichnam des Bonifatius von Mainz nach Fulda führte. Die Bonifatiusroute bewegt sich in einem Korridor, der die alten Verkehrswege berücksichtigt und damit dem historischen Weg sicher nahe kommt, aber die touristische Infrastruktur im Vordergrund stehen lässt. Die Geschichtliche Route, sieht wohl anders aus.  In den letzten Jahrzehnten  haben sich einige namhafte Heimatforscher  mit dem Thema  des  geschichtlichen Weges des Trauerzuges beschäftigt. Christian Vogel z.B., dessen Nachforschungen mit den neun schriftlich überlieferten Fixpunkten sowie dem Wegeverlauf alter Straßen aus dem 8. Jahrhundert eine Rekonstruktion des Trauerzuges ergibt, der sich nur einige hundert Meter nach rechts und links verschieben lässt. Die Rekonstruktion ist übrigens in seinem Buch „ Via Antiqua, Bonifatius letzter Weg“ nachzulesen. Unter anderem schreibt er auch in diesem, das der Platz zur letzten Nacht die Stelle auf der Haide wohl ist, ( Straße Blankenau- Stockhausen),  an der aus rotem Sandstein ein Steinkreuz steht, mit dem volkstümlichen Namen der Kreppelstein.

Nicht haltbar ist  übrigens eine Wegeführung über Kleinheiligkreuz bei Kleinlüder, gleichgültig von wo man sie kommen lässt. Der dortige steile Anstieg und überhaupt die Talenge der Kalten Lüder  eignen sich generell für keinerlei natürliche Straßenführung, weder entlang des Tales noch durch das Tal. Allen bekannten Eigenschaften vorgeschichtlicher Wege wiederspräche ein derartiger Strassenverlauf völlig.